2011년 10월 27일 목요일

Schliemanns Erben: Flucht aus Babylon Hinweise auf den König


Schliemanns Erben: Flucht aus Babylon
Hinweise auf den König

Reiterabbildung zeigt große Ähnlichkeit mit Nabonid

Eine weitere Spur auf der Suche nach dem Wahrheitsgehalt der Legende führt durch die shargi-wa-garbi - die "Ost-West-Wüste". Bisher gibt es für seine Anwesenheit keinen wirklichen Beleg. Aber eine Vielzahl von Indizien deutet darauf hin, dass der Herrscher aus der Fremde einst in der Wüste residierte haben könnte - und in einem Tempel residierte.

Ein Einheimischer führt die Archäologen Ricardo Eichmann und Mohammed Najem zu einem Felsen mit einer offensichtlich sehr alten Inschrift. Dort steht geschrieben, dass ein König, ein melek, von Babylon der Herr dieses Menschen gewesen ist, der sich hier verewigt hat: Melek min babel heißt Melek von Babylon. Der erste schriftliche Hinweis und das vierte Indiz.

Stil und Motiv aus dem Zweistromland

Doch die Felswand birgt noch eine weitere Sensation: Einen Hinweis darauf, um welchen babylonischen König es sich gehandelt haben könnte. Die Forscher untersuchen die Abbildung eines Reiters. Stil und Motiv lassen sich dem Zweistromland zuordnen - zweifellos das Bildnis eines hohen Würdenträgers. Vor allem der Kopf des Reiters weckt Assoziationen. Er weist große Ähnlichkeit mit dem letzten Gebieter über Babylon auf: König Nabonid. Ein Relief des Monarchen steht im British Museum in London. Es beschreibt seine kriegerischen Großtaten, aber auch den Bau neuer Tempel.

Nabonid regierte das mächtige Weltreich von 555 bis 539 vor Christus. Tatsächlich erwähnen historische Texte, dass er Babylon während seiner Regentschaft für zehn Jahre verließ. So lange soll sich auch der Mann aus der Legende in der Oase Tayma aufgehalten haben. Es wird immer wahrscheinlicher, dass der Gesuchte Nabonid ist.

Gigantische Wissensquelle
Die einstige Oase des Königs ist für die Archäologen eine gigantische Wissensquelle: Die antike Siedlung gewährt den Forschern Einblick in Jahrtausende der Menschheitsgeschichte. Immer mehr Funde belegen die bedeutende Rolle Taymas. Die Oase war eine Festung, jedenfalls war sie entsprechend gesichert. Doch wie ihr berühmtester Bewohner gibt auch die Stadt weiter Rätsel auf.

INFOBOX

Archäologe Arnulf Hausleiter über die Lücken in der Siedlungsgeschichte:
"Interessant an der Arbeit ist, dass nicht alle Perioden, in denen Tayma besiedelt war, auch durch die gesamte Bandbreite archäologischer Fundobjekte oder Überreste gekennzeichnet sind. Das heißt, wir haben es mit verschiedenen Mosaiksteinchen zu tun aus bestimmten Perioden, die wir dann zu einer Geschichte rekonstruieren können."

Die Archäologen untersuchen eine Siedlungsfläche in der Größe von 150 Fußballfeldern. Doch ihre Funde belegen schon jetzt die internationalen Verbindungen in der antiken arabischen Welt: Keramik aus dem Mittelmeerraum, aus Mesopotamien und Ägypten. Tayma gilt inzwischen als die wichtigste Station an der Weihrauchstraße, die nächste Wasserstelle für Karawanen ist fast 200 Kilometer entfernt.

Höfisches Leben in Tayma

Im Magazin stapeln sich mittlerweile zahlreiche Relikte, die von höfischem Leben der Siedlung Tayma zeugen. Etwa die Fragmente zweier meterhoher Königsstatuen aus dem vierten Jahrhundert vor Christus - etwa 200 Jahre nach Nabonid. Sie lagen im größten Gebäude der Siedlung, einem Tempel.

Arnulf Hausleiter über die Architektur des Tempels:

"Im Inneren des Tempels gab es zunächst eine Pfeilerhalle, zu einem späteren Zeitpunkt - vermutlich in der nabatäischen Periode - wurde der Steinplattenboden erhöht und auf die Pfeilerbasen wurden Säulen gesetzt, deren Basen man noch gut erkennen kann. Die östliche Außenmauer war cirka 30 Meter lang. Es wurden zum einen Inschriftensteine wieder verwendet und später wurde ein früherer Eingang zugesetzt, den man an der Baufuge noch gut erkennen kann. Beim ersten grundlegenden Umbau des Gebäudes wurde ein Treppenhaus errichtet. Es führte um einen Pfeiler herum auf das Dach oder die obere Etage. Den Antrittsstein kann man noch sehr gut sehen."


Die Ruinen ermöglichen inzwischen eine vorsichtige Vision des einstigen Tempels. Über eine Residenz Nabonids geben nur Schriften Auskunft, die nach seinem Tod verfasst wurden. Es wird darüber berichtet, dass er sich einen Palast wie in Babylon errichtet habe, dass er die Stadtmauern erweitert habe, dass er die Stadt schön und prächtig gemacht habe. Wie weit das wörtlich zu nehmen ist, ist schwer zu beurteilen. Wenn Nabonid, wie angegeben ist, sich in Tayman zehn Jahre aufgehalten hat, muss er selbstverständlich adäquate Wohn- und Residenzräume gehabt haben. Doch von einem repräsentativen Palast fehlt noch jede Spur.

Kummuhu: Die Name Landes in der assyrischen Eroberungen Liste : Kommagene


Kummuhu: Die Name Landes in der assyrischen Eroberungen Liste : Kommagene

Kommagene - Königreich zwischen Orient und Okzident allgemeine Informationen

Hier möchten wir die antike Landschaft "Kommagene" vorstellen, die für uns von besonderem Interesse ist, da sie immer im Grenzgebiet zwischen Römerreich und Perserreich lag und somit eine intensive Prägung durch beide Kulturen genossen hat. Diese wird besonders augenfällig in der Ausgestaltung des kommagenischen Herrscherkults, der in den Heiligtümern auf dem Karakus, in Arsameia am Nymphaios und ganz besonders auf dem Nemrud Dagi begegnet.

Die Kommagene ist ein antikes Königreich im Südosten Kleinasiens (der heutigen Türkei). Im Osten wird es durch den Euphrat begrenzt, im Norden und Westen durch die hohen Gebirgszüge des Taurus. Die Hauptstadt war Samosata und Hierapolis Bambyke.

[In erhabener Höhe überragt der Nemrud Dag mit seinen monumentalen Götterbildern das gesamte Königreich Kommagene. Ausblick von der Ostterrasse] auf Abbild...

Im Jahr 866 v. Chr. wurde das Königreich Kummuhu, unter dem assyrischen König Aššurnasirapli II., zum ersten Mal erwähnt. Die Könige von Kummuhu waren Assyrien tributpflichtig. Um 750 v. Chr. schloß sich König Kuštašpi einer Allianz gegen Assyrien an. Der Aufstand wurde 743 v. Chr. bei Arpad niedergeschlagen. Nach einer Revolte des Königs Mutallu im Jahr 708 v. Chr. wurde Kummuhu unter Sargon II. assyrische Provinz. 605 v. Chr. wurde Kummuhu durch den babylonischen König Nebukadnezar II. erobert. Unter den Achämeniden wurde es Teil von Ostarmenien. Unter Ptolemaios VI. Philometor von Ägypten wurde Kommagene 163 v. Chr. von den Seleukiden unabhängig; der bedeutendste König war Antiochos I. (69 – ca. 36 v. Chr.). Nach dem Tod Antiochos III. (17 n. Chr.) wurde Kommagene in das Römische Reich eingegliedert.

In Religion und Kultur von Kommagene mischen sich hellenistische, einheimisch anatolische und persische Elemente. Unter Antiochos IV. wurde Kommagene wieder unabhängig. Aber 74 n. Chr. verlor es endgültig seine Unabhängigkeit und Kommagene wurde römische Provinz.

Die bedeutendste Hinterlassenschaft ist die gewaltige Kultanlage auf dem Nemrud Dag.

Detaillierte Karte der Kommagene (nach Dörner, Kommagene, S. 21) rot markiert sind der Nemrud Dag, Arsameia am Nymphaios sowie der Karakus
Satrapen von Kommagene    Könige von Kommagene Samos I. (290 – 260) Ptolemaios (163 – ca. 130) Arsames (260 – 228) Samos II. Theosebes Dikaios (ca. 130 – ca. 100) Xerxes (228 – 201) Mithradates I. Kallinikos (ca. 100 – 69) Ptolemaios (201 – 163) Antiochos I. Theos Dikaios Epiphanes (69 – ca. 36) Mithradates II. (ca. 36 – 20) Antiochos II. († 29) Mithradates III. (20 – 12) Antiochos III. (12 v. Chr. – 17 n. Chr.) Römerherrschaft (17 – 38) Antiochos IV. Epiphanes (38 – 72) Römische Provinz (74 – )
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Die Kultanlage auf dem Nemrud Dag

Die Ostterrasse auf dem Nemrud Dag mit den monumentalen Götterbildern
Die Arbeiten an der als Kultheiligtum und Grabmal konzipierten Anlage begannen gegen Ende der Regierungszeit des Antiochos I. (69-36 v.Chr.). Er starb jedoch, ohne die Fertigstellung zu erleben. Dies legen die archäologischen Befunde nahe. So liegen an der Nordterrasse zwar die für die Skulpturenausstattung vorgesehenen Stelen, diese sind aber noch unbearbeitet. Auch an der Ost- und Westterrasse blieben einige der Statuen unfertig. Wohl ließ Mithradates II. seinen Vater Antiochos nach dessen Wunsch in dem fast 50 m hohen Tumulus bestatten, jedoch wurden die Arbeiter danach abrupt von dem Bauprojekt abgezogen.

Um die bis heute unerforsche Aufschüttung über dem Grab sind im Osten, Westen und Norden drei Terrassen angeordnet, die durch einen Weg miteinander verbunden sind. Beide Terrassen wurden von Fünfergruppen monumentaler thronender Sitzstatuen beherrscht, die vom Grabhügel nach Osten, bzw. Westen blickten. Auf beiden Seiten wurden sie von gleichfalls überlebensgroßen Tierfiguren, jeweils Adler und Löwe flankiert. An der Ostterrasse stehen die Kolossalstatuen bis zur Schulterpartie aufrecht, die umherliegenden Köpfe wurden ihnen mittlerweile (nach einem möglichen Modell) zugeordnet. Bei den dargestellten Figuren handelt es sich (von links nach rechts) um die Gottheiten Apollon-Mithras-Helios-Hermes, die Personifikation der Kommagene, Zeus-Oromasdes, den König Antiochos selbst und Herakles-Artaganes-Ares. 

Auf der Rückseite der Throne beider Terrassen ist jeweils eine identische griechische Inschrift angebracht, in der sich Antiochos in Übereinstimmung mit dem Willen der großen Götter zum Gott erhebt und u.a. genaue Anweisungen zur Durchführung der Kulthandlungen gibt:

"Bezüglich der immerwährenden Dauer des Opferdienstes erließ ich eine gehörige Bestimmung, dass nämlich außer den Opfern, die althergebrachtes und gemeinsames Recht verlangen, auch neue Feste von allen Bewohnern meines Königreiches begangen werden zur Verehrung der Götter und zu unserer Ehre. So heiligte ich den Tag der Geburt meines Leibes, den sechzehnten Audnaios und den Tag meiner Krönung, den zehnten Loos, der Offenbarung der großen Götter, die sich mir als die Ursache glücklicher Herrschaft erwies und als der Grund allgemeinen Wohlergehens."

Den kolossalen Götterstatuen, bei denen sich Antiochos I. in die Reihe der Götter einordnet, inhaltlich nahe stehend ist eine Gruppe von fünf Reliefs, die auf der Ostterrasse vor den großen Statuen standen, auf der Westterrasse in einer Reihe mit jenen. Die aus dem wutterungsanfällligen Tuffit gearbeiteten Reliefs sind heute nur noch an der Westterrasse einigermaßen gut erhalten und werden seit neuestem durch Klebestreifen notdürftig vor dem weiteren Zerfall bewahrt. Je vier von ihnen zeigen eine Handreichung (Dexiosis) des Antiochos mit den Göttern seines Pantheons, das fünfte ist das sogenannte Löwenhoroskop. An der Rückseite sind in Griechisch die Namen der jeweiligen Götter genannt. Auch diese Reliefs wurden von Adler und Löwe flankiert. In der Gruppe der Monumentalstatuen liegt der inhaltliche Akzent auf der göttlichen Qualität des Antiochos und seiner Gleichberechtigung im Kreis der Götter. Die heutige Aufstellung an der Westterrasse entspricht wohl der antiken Anordnung. Von links nach rechts gesehen zeigt das erste Relief Antiochos im Handschlag mit Kommagene, es folgen die Dexiosisreliefs mit Apollon-Mithras-Helios-Hermes, mit dem thronenden Zeus-Oromasdes, sowie Artaganes-Herakles-Ares.

Das sog. Löwenhoroskop
Das fünfte Relief, das "Löwenhoroskop", steht nach allgemeiner Auffassung für einen Gestirnkonstellation, die die Herrschaft des Antiochos unter gute Auspizien stellt. Im Sternbild des Löwen (Sternzeichen des Antiochos) beobachteten nämlich Astronomen an einem bestimmten Tag eine besondere Konstellation dreier Planeten und des Mondes. Jene drei Planeten sind am linken oberen Rand des Reliefs dargestellt und in griechischer Sprache als "der Scheinende" des Zeus, "der Glänzende" des Apollon und "der Feurige" des Herakles bezeichnet; die Mondsichel ist vor der Brust des Löwen platziert. Welche Planeten auf Zeus, Apollon und Herakles hinweisen, verraten die Namenskombinationen der Götter. So findet sich im Nahmen Apollon-Mithras-Helios-Hermes die griechische Entsprechung zu Merkur, in Artaganes-Herakles-Ares jene zu Mars und in Zeus-Oromasdes die zu Jupiter. Diese drei Planeten defilierten am 7. Juli 62 v.Chr. am Regulus, dem Königsstern im Sternbild des Löwen vorbei, außerdem der Mond, der mit der Göttin Hera, später mit der Personifikation der Landschaft Kommagene gleichgesetzt wurde.

Die Sockel der Ahnenreliefs

Die größte Gruppe von Skulpturen bilden die Ahnenreliefs. In einer Reihe von 15 Stelen ließ Antiochos seine Vorfahren väterlicherseits darstellen. Über sie wusste sich der kommagenische König mit den altpersischen Achänmeniden verbunden. Mit 17 Reliefs war die mütterliche Vorfahrenreihe länger. Sie dokumentierte die Verwandtschaft mit den Seleukiden, die sich ihrerseits auf die Abkunft von Alexander dem Großen beriefen. Die meisten der aus Tuffit gearbeiteten Reliefs sind heute zerstört. Am besten erhalten hat sich ein Relief Xerxes I., das an der Westterrasse liegt. Die für die Aufnahme der Ahnenreliefs vorgesehenen Sockel sind dagegen weitgehend unversehrt. Die väterlichen Vorfahren säumten einst den Nordrand der Ostterrasse und den Südrand der Westterrasse. Die mütterlichen Ahnen standen auf der Ostterrasse im Süden, auf der Westterrasse jedoch im Westen. Aufgrund der abfallenden Geländebeschaffenheit musste hier eine abweichende Aufstellung vorgenommen werden. Neben der verschiedenen Anordnung der Ahnenskulpturen unterscheidet sich die West- von der Ostterrasse durch den fehlenden Kultaltar, der im Osten zwischen den Ahnenreihen steht.

Eponymenliste, besondere Assyrische Eponymenliste.


Eponymenliste
Eine Eponymenliste war im Altertum ein schriftliches Verzeichnis der Namen wichtiger Staatsbeamter, nach denen jeweils ein Jahr benannt war.

Inhaltsverzeichnis
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  • 1 Assyrische Eponymenliste
  • 2 Siehe auch
  • 3 Literatur
  • 4 Einzelnachweise
Assyrische Eponymenliste [Bearbeiten]
Im assyrischen Reich wurde nach dem Regierungsjahr des Königs oder nach dem eponymen Beamten (līmu, altassyrisch līmum) datiert. Die Reihenfolge dieser Beamten und die wichtigsten Ereignisse aus diesem Jahr wurden in Eponymenlisten festgehalten.
Ein typischer Eintrag lautet etwa:
Im Jahr des eponymen Beamten Bêl-iqišanni, Statthalter von Šibhiniš, (Feldzug) gegen Hubuškia.
Das älteste so überlieferte Datum ist 1876/75 v. Chr. Für die Zeit zwischen 892 und 648 v. Chr. liegen durchgehende Listen vor. Das Amt war offensichtlich hohen Beamten vorbehalten, meist Provinzstatthaltern, seit der mittelassyrischen Zeit konnte auch der König selber līmuwerden. Salmanassar III. etwa war 827/26 v. Chr. līmu, Šamši-Adad V. 823/22, Aššur-nirari V. 753/752.
Als līmu sind zum Beispiel belegt:
  • Aššur-bêla-ka``in, oberster Heerführer (856/855 v. Chr.)
  • Aššur-bunaja-usur, königlicher Mundschenk (855/854 v. Chr.)
  • Abi-ina-ekalli-lilbur, Herold des königlichen Palastes (854/853 v. Chr.)
  • Aššur-taklak, königlicher Haushofmeister (805/804 v. Chr.)
  • Mutakkil-Marduk, oberster Eunuch (798/797 v. Chr.)
In neuassyrischer Zeit scheint sich eine feste Reihenfolge herausgebildet zu haben, in dem der König in seinem ersten Regierungsjahrlīmu war, gefolgt von den hohen Hofbeamten und den Provinzstatthaltern in der Reihenfolge ihrer Bedeutung.
Aus dem Eponymenjahr des Bur-Saggile, Statthalter von Guzana, ist eine Sonnenfinsternis überliefert, die auf Grund astronomischer Berechnungen auf den 8. Juni 763 v.  Chr.[1] datiert wird und zur zeitlichen Verankerung der Liste dient.
Das Eponymat begann üblicherweise im Monat sippu. In unruhigen Zeiten, z. B. beim Fall des Reiches verwendeten manche Orte (z. B.Dur-Katlimmu) eigene Eponyme.
Wochen-Eponyme hießen hamuštum. Aus der Handelskolonie Kaneš sind die Namen der Wocheneponyme überliefert, darunter sind auch Einheimische[2].
Siehe auch [Bearbeiten]
  • Dynastischer Kalender, zu Kalendersystemen, in denen ganze Ären nach Familien, Herrschern und Amtsträgern benannt sind, innerhalb denen aber die Jahre numerisch gezählt sind
  • Liste der Kalendersysteme, dort auch zu solchen, die nach dem Amtsträger der Einführung benannt sind (wie unser Gregorianischer Kalender nach Papst Gregor VIII.)
Literatur [Bearbeiten]
  • Irving L. Finkel, Julian E. Reade: Lots of Eponyms. In: Iraq, Jg. 57 (1995), S. 167–172, ISSN 0021-8889.
  • Jean-Jacques Glassner: Chroniques Mésopotamiennes (La roue à livres; Bd. 19). Les Belles Lettres, Paris 1993, ISBN 2-251-33918-3[3].
  • Klaas R. Veenhof: Aspects of old Assyrian trade and its terminology. Brill, Leiden 1972 (zugl. Dissertation, Universität Leiden 19722).
  • Alan Ralph Millard: The Eponyms of the Assyrian Empire. 910–612 BC (State archives of Assyria studies; Bd. 2). Neo-Assyrian Text Corpus Project, Helsinki 1994, ISBN 951-45-6715-3.
  • Abraham J. Sachs: Absolute Dating from Mesopotamian Records. In: Philosophical Transactions of the Royal Society of London, Series A, Mathematical and Physical Sciences. Bd. 269, Nr. 1193, 1970, S. 19–22, ISSN 0080-4614.
  • Uwe Walter: Kalender, Fasten und Annalen. Die Ordnung der Erinnerung. In: Elke Stein-Hölkeskamp, Karl-Joachim Hölkeskamp(Hrsg.): Erinnerungsorte der Antike. Die römische Welt. C. H. Beck, München 2006, S. 40–58, ISBN 3-406-54682-X.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
  1. ↑ In der Fachliteratur meist mit 15. Juni angegeben. Das Datum ist jedoch nach dem proleptischen julianischen Kalender 763 v. Chr. berechnet. Der Frühlingsanfang fiel im direkten Vergleich auf den 28. März. In Umrechnung auf den heutigengregorianischen Kalender müssen daher 7 Tage in Abzug gebracht werden. Es ergibt sich daraus der 8. Juni. Berechnungen nach Jean Meeus: Astronomische Algorithmen - Anwendungen für Ephemeris Tool 4,5 -, Barth, Leipzig 2000 und Ephemeris Tool 4,5 Umrechnungsprogramm. Berechnung selbst: wikipedia
  2. ↑ Klaas R. Veenhof: Aspects of old Assyrian trade and its terminology, S. 111.
  3. ↑ Englische Übersetzung: Benjamin R. Foster (Hrsg.): Mesopotamian chronicles (Writings from the ancient world; Bd. 19). Brill, Leiden 2005, ISBN 90-04-13084-5

http://www.livius.org/li-ln/limmu/limmu_2.html
http://www.livius.org/li-ln/limmu/limmu_1.html
http://www.livius.org/li-ln/limmu/limmu_1b.html
http://www.livius.org/li-ln/limmu/limmu_1c.html

Der schwarze Obelisk von Salmanassar III.


Der schwarze Obelisk von Salmanassar III.

Der Schwarze Obelisk von Salmanassar III. (regierte etwa 858 bis 824 v. Chr.) ist ein neu-assyrischer schwarzer Flachrelief-Kalkstein aus Nimrud (Kalchu) im nördlichen Irak. Er hat eine Höhe von 197,85 cm und eine Breite von 45,08 cm. Derzeit ist er im British Museumausgestellt.
Unter den bisher entdeckten assyrischen Obelisken ist er am besten erhalten und ist historisch bedeutsam wegen der frühesten Darstellung eines Israeliten. Der Obelisk wurde 825 v. Chr., in einer Zeit des Bürgerkrieges, als ein öffentliches Denkmal aufgestellt. 1846 wurde er von dem Archäologen Sir Henry Layard entdeckt.
Der Obelisk weist 20 Reliefdarstellungen auf, fünf an jeder Seite. Sie stellen fünf unterworfene Könige dar, welche Tribut darbringen und sich vor dem assyrischen König niederwerfen. Von oben nach unten sind dies:
  • Sua, der maddattu von Gilzanu (KUR gil-a-na-a-a) im Nordwest-Iran
  • Jehu aus dem Hause Omri (ia-u-a DUMUhu-um-rii), das antike Nordreich Israel. Nach Ansicht einiger Forscher sollte ia-u-a allerdings nicht als Jehu, sondern als Joram gelesen werden.
  • der maddattu von Mušri (ša mat mu-uš-ri), Ägypten?
  • Marduk-apil-uṣur von Šuhi am mittlerer Euphrat, Syrien und Irak
  • Qalparunda von Patina (die Gegend von Antakya/Türkei).
Jede Szene belegt vier Felder um den Obelisken herum und enthält jeweils darüber eine Beischrift in Keilschrift.
Das zweite Register von oben enthält das älteste erhaltene Bild eines Israeliten: Jehu, König von Israel, der sich vor dem assyrischen König niederwirft. Die Beischrift beschreibt, wie Jehu seinen Tribut bringt bzw. sendet, etwa im Jahre 841 v. Chr. Jehu löste Israels Bündnis mit denphönizischen Stadtstaaten und Juda und wurde assyrischer Vasall. Die Beischrift oberhalb der Darstellung, in akkadischer Sprache geschrieben, kann folgendermaßen übersetzt werden:
"Tribut von Jehu, Sohn des Omri: Ich erhielt von ihm Silber, Gold, eine goldene Schale, eine goldene Vase mit bemaltem Boden, goldene Becher, goldene Gefäße, Zinn, ein Szepter für die Hand des Königs und Speere (puašatu)."
Am oberen Ende sowie am Boden des Reliefs befindet sich eine lange keilschriftliche Inschrift, welche die Annalen Salmanassar III. aufzeichnet. Sie listet die jährlichen Feldzüge des Königs und seines Feldherrn bis zum 31. Regierungsjahr auf. Einige Besonderheiten legen die Vermutung nahe, dass die Arbeit vom Oberbefehlshaber Dajjan-Aššur in Auftrag gegeben wurde.

Literatur [Bearbeiten]
  • C. C. Smith: Jehu and the Black Obelisk of Shalmaneser III. In: Arthur L. Merrill, Thomas W. Overholt (Hrsg.): Scripture in History and Theology. Essays in Honor of J. Coert Rylaarsdam. Pickwick Press, Pittsburgh PA 1977, ISBN 0-915138-32-8, S. 71–105 (Pittsburgh Theological Monograph Series 17).
  • M. Weippert: Jau(a) mar Humri - Joram oder Jehu von Israel? In: Vetus Testamentum (VT). 28, 1978, ISSN 0042-4935, S. 115f.
  • O. Keel, C. Uehlinger: Der Assyrerkönig Salmanassar III. und Jehu von Israel auf dem Schwarzen Obelisken aus Nimrud. In: Zeitschrift für katholische Theologie (ZKT). 116, 1994, ISSN 0044-2895, S. 399f.

Die Tel-Dan-Inschrift


이게 발견된 지 벌써 20년이 다 되어간다고 한다. 1993년에 발견된 "단 석비." 고대 이스라엘 사료로서 "다윗 가문 בית דוד"이라는 단어가 새겨진 가장 오래된 비문이기 때문에 발견된 당시에 엄청난 화제를 불러 일으켰다. 이 "단 석비"의 해석과 관련된 논문만 수십개에 달한다.

Die Tel-Dan-Inschrift, in der Literatur auch „Haus David“s-Inschrift genannt[1], ist eine Inschrift in aramäischer Sprache zur Erinnerung an den Sieg eines aramäischen Königsüber die Reiche Israel und Juda, die sich auf Fragmenten einer schwarzen Basalt-Stele, gefunden in Tel Dan, findet.

Inhaltsverzeichnis
  [Verbergen] 
  • 1 Archäologische Entdeckung
  • 2 Datierung
  • 3 Historische Einordnung
  • 4 Text in Quadratschrift
  • 5 Belege
  • 6 Literatur
  • 7 Weblinks

Archäologische Entdeckung [Bearbeiten]

Die Stele wurde bei Grabungen unter Avraham Biran auf Tel Dan (arab. Tell el-Qadi) entdeckt, wo sich im Altertum die Stadt Dan befand - der nördlichste Punkt des antiken Israel. Fragment A wurde im Juli 1993 gefunden, die Fragmente B1 und B2, welche zusammengehören, im Juni 1994. Möglicherweise gibt es auch eine Verbindung zwischen den Fragmenten A und B1/2. Diese These ist jedoch umstritten,

Datierung [Bearbeiten]

Die Inschrift wird in das 9. oder 8. vorchristliche Jahrhundert datiert. Die Begrenzung durch das 8. Jahrhundert v. Chr. ergibt sich aufgrund der darüberliegenden Zerstörungsschicht, die auf die assyrische Eroberung 733/732 v. Chr. zurückgeht. Da diese Schicht oberhalb des Stratums, in welcher sich die Inschrift befand, liegt, ist klar, dass die Zerstörung nach Errichtung der Stele und ihrer späteren baulichen Wiederverwertung anzusetzen ist. Eine exaktere Datierung dieser Vorgänge ist jedoch kaum möglich.

Historische Einordnung [Bearbeiten]

Zwar erscheint der Name des Verfassers auf den erhaltenen Fragmenten der Stele nicht, doch handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen König des benachbarten Aramäerstaates von Damaskus. Sprache, Zeit und Ort der Errichtung machen es wahrscheinlich, dass es sich beim Autor um Hasael oder seinen Sohn Bar-Hadad handelt.
Obwohl nur Teile der Inschrift erhalten geblieben sind, hat sie innerhalb der Biblischen Archäologie für großes Aufsehen gesorgt. Die Aufmerksamkeit richtet sich vor allem auf den Ausdruck 'ביתדוד' - „Haus David“. Sollte diese Lesung korrekt sein, wäre dies der erste archäologische Beleg für die Nennung eines Davids. Ob es sich bei dieser Nennung um den biblischen David handelt, muss vorerst offen bleiben. Einige Forscher sind der Meinung, dass der Ausdruck „Haus David“ auch in einem teilweise zerbrochenen Abschnitt der Mescha-Stele erscheint.[2]. Die Stele ist historisch in jedem Fall kein Beweis für ein Vereinigtes Königreich Israel und Juda unter dem biblischen König David. Sie kann aber als Hinweis auf die Existenz einer „Dynastie Davids“ im 8./9. Jh v.C. gesehen werden, deren Herrschaftsgebiet in der Inschrift nicht erwähnt wird.
Die Zeichen רם.בר (... ram bar (Zeile 7) - ...ram Sohn) und יהו.בר (...jahu bar (Zeile 8) - ...jahu Sohn) auf Fragment B lassen auf Joram von Israel und Ahasja von Juda schließen, von deren Krieg 845 v. Chr. gegen Hasael 2 Kön 10,32-33 EU berichtet.[3]

Text in Quadratschrift [Bearbeiten]

1.[.....א]מר.ע[.... ]וגזר[.......]
2.[......]אבי.יסק[.עלוה.בה]תלחמה.ב....... ]
3.וישכב.אבי.יהך.אל[.אבהו]ה.ויעל.מלכי[ש]
4.ראל.קדם.בארק.אבי[.ו]יהלך.הדד[.]א[יתי]
5.אנה.ויהך.הדד.קדמי[.ו]אפק.מן.שבע[ת---]
6.י.מלכי.ואקתל.מל[כן.שב]ען.אסרי.א[לפי.ר]
7.כב.ואלפי.פרש.[קתלת.אית.יהו]רם.בר[אחאב.]
8.מלך.ישראל.וקתל[ת.אית.אחז]יהו.בר[יהורם.מל]
9.ך.ביתדוד.ואשם.[אית.קרית.הם.חרבת.ואהפך.א]
10.ית.ארק.הם.ל[ישמן.......]
11.אחרן.ולה[....... ויהוא.מ]
12.לך.על.יש[ראל...... ואשם.]
13.מצר.ע[ל. ]

Siehe auch: Quadratschrift

Belege [Bearbeiten]
  1. ↑ Israel Finkelstein, Neil A. Silbermann: David und Salomo. C.H.Beck, München 2006, S. 233. ISBN 3-406-54676-5
  2. ↑ A. Lemaire: „House of David“, Restored in Moabite Inscription. in: Biblical Archaeology Review (BAR). Washington 20.1994,3, 639-666. ISSN 0098-9444
  3. ↑ Walter Dietrich: Von David zu den Deuteronomisten. Studien zu den Geschichtsüberlieferungen des Alten Testaments, Stuttgart 2002 (BWANT 156); S. 79-87
Literatur [Bearbeiten]
  • Avraham Biran, Joseph Naveh: An Aramaic Stele Fragment from Tel Dan. In: Israel Exploration Journal. Jerusalem 43.1993, S.81-98.ISSN 0021-2059
  • Avraham Biran, Joseph Naveh: The Tel Dan Inscription, A New Fragment. In: Israel Exploration Journal. Jerusalem 45.1995, S.1-18. ISSN 0021-2059
  • Anson F. Rainey: „The House of David“ and the House of the Deconstructionists. in: Biblical Archaeology Review Washington 20.1994,6, S.47. ISSN 0098-9444
  • Gary A. Rendsburg: On the Writing ביתדוד in the Aramaic Inscription from Tel Dan. in: Israel Exploration Journal. Jerusalem 45.1995, S.22-25. ISSN 0021-2059
  • Thomas L.Thompson: Bible and History. How Writers Create a Past. Basic, New York 1999. ISBN 0-465-00622-1
  • William M. Schniedewind (mit Bruce Zuckerman): A Possible Reconstruction of the Name of Hazael's Father in the Tel Dan Inscription.in: Israel Exploration Journal. Jerusalem 51.2001, S.88-91. ISSN 0021-2059
  • Russell Gmirkin: Tools, Slippage, and the Tel Dan Inscription. in: Scandinavian Journal of the Old Testament. Oslo 16.2002. ISSN 0901-8328
  • George Athas: The Tel Dan Inscription, A Reappraisal and a New Interpretation. T&T Clark, London 2005. ISBN 0-567-04043-7
  • Lawrence J. Mykytiuk: Identifying Biblical Persons in Northwest Semitic Inscriptions of 1200-539 B.C.E. Academia Biblica series. Bd 12. Society of Biblical Literature, Atlanta 2004, S.110-132, 277. ISBN 1-58983-062-8
Weblinks [Bearbeiten]
  • Bild, Text und Literatur zur Tel-Dan-Inschrift
  • Aaron Demsky: On Reading Ancient Inscriptions: The Monumental Aramaic Stele Fragment from Tel Dan. Journal of the Ancient Near Eastern Society 23, 1995, S. 29–25
  • William M. Schniedewind: Tel Dan Stela. New Light on Aramaic and Jehu's Revolt. Bulletin of the American Schools of Oriental Research 302, 1996, S. 75–90

Hasaël war König von Aram


Hasaël war König von Aram von ca. 841 [1] bis etwa 812 v. Chr.; der Name bedeutet „El sieht“.

Inhaltsverzeichnis
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  • 1 Der biblische Hasaël
    • 1.1 Der Tod des Hadad-ezer
    • 1.2 Der Krieg gegen Joram von Israel
    • 1.3 Der Krieg gegen Joas von Juda
  • 2 Der historische Hasaël
  • 3 Literatur
  • 4 Anmerkungen und Belege

Der biblische Hasaël [Bearbeiten]
Der Tod des Hadad-ezer [Bearbeiten]

Da Hadad-ezer krank war, schickte er Hasaël zum Propheten Elischa, um mehr über den weiteren Verlauf seiner Krankheit zu erfahren (2 Kön 8,7-8 EU). Elischa erzählte Hasaël, dass Hadad-ezer eigentlich wieder gesund werden würde, aber dennoch sterben wird. Auch sah Elischa die Ernennung Hasaëls zum neuen König und den folgenden Kriegszug gegen Israel voraus (2 Kön 8,10-13 EU).
Hasaël berichtete, nach der Rückkehr zu Hadad-ezer, über die Genesung gemäß der Prophezeiung; die restlichen Worte verschwieg er. Die nun folgende Beschreibung des Todes von Hadad-ezer ist nicht eindeutig: Und Hasaël ging weg von Elischa und kam zu Hadad-ezer, der fragte ‚Was sagte Dir Elischa?‘. Hasaël sprach ‚Elischa sagte mir, Du wirst genesen‘. Des anderen Tags nahm er die Bettdecke, tunkte sie ins Wasser und breitete sie über sich her. Da starb er(2 Kön 8,14-15 EU). Das „sich“ bezieht sich auf die handelnde Person selbst. Weder Elischa noch die zitierte Bibelstelle bezichtigt Hasaël des Mordes. Es kann deshalb die häufig geäußerte Vermutung, dass Hasaël für den Tod Hadad-ezers verantwortlich sei, nicht durch entsprechende Bibelbelege bestätigt werden.
Nach Hadad-ezers Tod wurde Hasaël zum neuen König ernannt. (2 Kön 8,15 EU)

Der Krieg gegen Joram von Israel [Bearbeiten]

Zur gleichen Zeit, in der sich Jehu gegen Joram von Israel und Ahasja von Juda erhob und beide tötete, führte Hasaël Krieg gegen Israel (2 Kön 10,32-33 EU), den er letztendlich auch gewann (2 Chr 22,5 EU).

Der Krieg gegen Joas von Juda [Bearbeiten]

Im ca. 23. Regierungsjahr des Joas von Juda (2 Kön 12,6 und 12,17 EU) führte Hasaël einen Feldzug gegen Juda. Nachdem Gath besiegt wurde, war Jerusalem sein nächstes Ziel. Mit Übergabe der Tempelschätze und einer Tributzahlung konnte Joas den Krieg beenden und wurde so zu einem Vasall von Hasaël (2 Kön 12,18 EU).

Der historische Hasaël [Bearbeiten]

Hasaels (?) Siegesstele aus Tel Dan (um 839 v. Chr.)
Hasaël ernannte sich zwischen dem 18. und 20. Regierungsjahr des Salmanasser III. zum König und wird entsprechend in Inschriften (Kalach-Fragment, Kurba'il-Statue) erwähnt.
In einer Inschrift von Salmanasser III. (KAH 1.30) wird Hasaël als „Sohn eines Niemands“ bezeichnet, ein Hinweis darauf, dass er möglicherweise durch einen Staatsstreich gegen Ben-Hadad II. (Adad-Idri) an die Macht kam oder nach dessen Tod den Thron unrechtmäßig bestieg. Sicherlich entstammte er nicht der königlichen Familie des Ben-Hadad II., obwohl er sich in der nur fragmentarisch erhaltenen Tel-Dan Stele als „Sohn des Ben-Hadad“ ausgibt. Die 1993 in Tel Dan gefundene Stele beschreibt im weiteren Verlauf den Sieg im 1. Regierungsjahr über Joram vonIsrael und Ahasja von Juda. Nach seinen Worten tötete er während des Kampfes beide Könige.
Die wachsende Macht von Damaskus rief Assyrien auf den Plan. Im Verbund einer assyrischen Koalition erlitt Hasaël 838 v. Chr. eine Niederlage gegen Salmanassar III. von Assyrien. Jedoch wurde Damaskus nach erfolgter Belagerung nicht zerstört. Weitere Feldzüge erfolgten von Seiten Salmanassars III. gegen Hasaël nicht mehr. In den letzten Jahren von Salmanasser III. und unter Schamschi-Adad V. (823 bis 811 v. Chr.) konnte Hasaël seine Herrschaft über Palästina und weite Teile Syriens ausweiten und überschritt nach aramäischen Inschriften vielleicht sogar den Euphrat.
Hasaëls Nachfolger wurde sein Sohn Ben-Hadad III., dessen Einfluss bis in das östliche Anatolien reichte.

Literatur [Bearbeiten]
  • F. Bron, A. Lemaire: Les inscriptions araméennes de Hazael. In: Revue d’Assyriologie et d’Archéologie Orientale. PAris 83.1989, S. 35–44. ISSN 0373-6032
  • I. Eph'al, J. Naveh: Hazael's booty inscriptions. In: Israel Exploration Journal. Jerusalem 39.1989, S. 192–200. ISSN 0021-2059
  • A. K. Grayson: Assyrian rulers of the First Millennium BC (858-745). University of Toronto Press, Toronto 1996, ISBN 0-8020-5965-1
  • A. Jepsen: Israel und Damaskus. In: Archiv für Orientforschung. Graz 14.1941-1945, S. 153–172. ISSN             0066-6440 begin_of_the_skype_highlighting            0066-6440      end_of_the_skype_highlighting      
  • Brad E. Kelle: What’s in a name? Neo-Assyrian designations for the Northern Kingdom and their implications for Israelite history and Biblical interpretation. in: Journal of Biblical literature. Atlanta 121.2002,4, S. 639-666. ISSN 0021-9231
  • J. Kinnier-Wilson: The Kurba’il statue of Shalmaneser III. In: Iraq. London 24.1962, S. 90–115. ISSN 0021-0889
  • Jeffrey Kah-jin Kuan: Neo-Assyrian historical inscriptions and Syria-Palestine. Alliance Bible Seminary, Hong Kong 1995, ISBN 962-7997-10-2
  • H. Pognon: Inscriptions semitiques de Syrie, de Mesopotamie et de la region de Mossoul. Imprimerie nationale, Paris 1907.
  • J. Strange: Joram, King of Israel and Judah. In: Vetus Testamentum (VT). Leiden 25.1975. ISSN 0042-4935
  • Dietz Otto Edzard: Geschichte Mesopotamiens. C.H.Beck, München 2004, ISBN 3-406-51664-5

Jehu (hebr. ‏יהוא‎ - „JHWH ist er“; assyrisch Jaua) war König von Israel ca. 841– ca. 814 v. Chr.


Jehu (hebr. ‏יהוא‎ - „JHWH ist er“; assyrisch Jaua) war König von Israel ca. 841– ca. 814 v. Chr.

Inhaltsverzeichnis
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  • 1 Der biblische Jehu
    • 1.1 Der Sturz der Omridendynastie
    • 1.2 Jehu tötet Joram (Israel) und Ahasja (Juda)
    • 1.3 Die Tötung der Baal-Priester
    • 1.4 Weitere Erwähnungen
  • 2 Außerbiblische Erwähnungen
    • 2.1 Tel-Dan-Inschrift
    • 2.2 Annalen Salmanassars III.
    • 2.3 Schwarzer Obelisk Salmanassars III.
  • 3 Historische Rekonstruktion
  • 4 Siehe auch
  • 5 Literatur
  • 6 Einzelnachweise
Der biblische Jehu [Bearbeiten]

Nach biblischer Überlieferung diente Jehu als Oberst im Heer des Nordreiches. Er wurde von einem Schüler des Propheten Elischa schon während der Regentschaft Jorams zum König gesalbt, als dieser in eine Auseinandersetzung mit Hasael von Aram (Damaskus) verwickelt war. Die Machtübernahme Jehus gelang durch die Unterstützung des Militärs und führte zum Sturz der Omridendynastie.
Jehu wird einmal „Sohn Joschafats und Enkel Nimschis“ genannt (2 Kön 9,2.14). In anderen Notizen wird er nur als „Sohn Nimschis“ bezeichnet (1 Kön 19,16; 2 Chr 22,7).

Der Sturz der Omridendynastie [Bearbeiten]

Jehu ließ gemäß der biblischen Erzählung zunächst den Obersten und Ältesten der Stadt Jesreel eine Botschaft zukommen, in der er mitteilen ließ: „Wer der Beste unter den Söhnen eures Herrn ist, soll auf den Königsthron seines Vaters gesetzt werden und für das Haus streiten“ (2.Kön. 10,2–3). Die Ältesten von Jesreel verkündeten daraufhin ihre Treue gegenüber Jehu. Nach dem Treuebekenntnis forderte Jehu die Ermordung von 70 Angehörigen der Omridendynastie und Übergabe ihrer Köpfe in Jesreel (2.Kön. 10,4–6). Die Forderung wurde erfüllt. Jehu trat nun vor das Volk und ließ verkünden, dass nicht er sich „gegen den Herrn aufgelehnt habe, sondern es der Wille und die Tat des Volkes war“ (2.Kön. 10,9). Deshalb tötete Jehu auch die restlichen Angehörigen vom Haus Ahab in Jesreel (2.Kön. 10,11). Als er danach unterwegs nach Samaria war, traf er auf 42 Brüder von Ahasja und ließ sie ebenfalls ermorden (2.Kön. 10,14). In Samaria angekommen, wurde der übrige Rest der Familie des Ahab von Jehu getötet (2.Kön. 10,17).

Jehu tötet Joram (Israel) und Ahasja (Juda) [Bearbeiten]

Joram führte mit Ahasja eine kriegerische Auseinandersetzung gegen Hasael vor Ramoth-Gilead. Der Krieg ging verloren (2.Chron. 22,5–6) und Joram wurde verletzt nach Jesreel gebracht. Ahasja kam zu ihm, um sich die Art der Verletzung anzusehen (2.Kön. 8,29). Jehu zog ebenfalls zu beiden nach Jesreel (2.Kön. 9,16). Joram wertete die Ernennung Jehus zum neuen König (2.Kön. 9,6) als Usurpation und Verrat. Bei dem nachfolgenden Fluchtversuch wurde er von Jehu getötet (2.Kön. 9,23–24). Als Ahasja dies sah, flüchtete er nach Samaria, wurde aber von den Truppen Jehus geschlagen. Nach der Festnahme wurde Ahasja zu Jehu nach Megiddo gebracht (2.Kön. 9,27/2.Chron. 22,8–9) und dort von ihm umgebracht. Im Anschluss wurde die verhasste Isebel aus dem Fenster zu Tode gestürzt (2.Kön. 9,33).

Die Tötung der Baal-Priester [Bearbeiten]

Jehu gab sich als Baal-Anhänger aus und ließ ein Fest zu Ehren dieses Gottes ausrufen. Die Baal-Priester versammelten sich im Tempel ihres Gottes. Jehu unterstützte die Feierlichkeiten, achtete aber darauf, dass sich nur die Baal-Priester im Tempel befanden. Nachdem alle Baal-Priester anwesend waren, töteten die Truppen Jehus während der Feierlichkeiten alle Baal-Anhänger im Tempel (2.Kön. 10,18–24).
Dennoch berichtet das Buch der Könige, dass Jehu in Dan und Bethel die Anbetung des Goldenen Kalbs toleriert habe (2.Kön. 10,31).

Weitere Erwähnungen [Bearbeiten]

Die Bibel beschreibt Jehu als einen JHWH-treuen König. Sein Nachfolger war sein Sohn Joahas. Bis 750 v. Chr. regierten die Nachkommen Jehus.
Während die Regierung Jehus in den Königsbüchern überwiegend positiv beurteilt wird, blickt der Prophet Hosea ca. 100 Jahre nach Jehu kritisch auf die „Blutschuld von Jesreel“ (Hosea 1,4), die gesühnt werden muss.

Außerbiblische Erwähnungen [Bearbeiten]

Zwei außerbiblische Erwähnungen liefern Quellenmaterial zur Regierungszeit Jehus, eine dritte Quelle behandelt Ereignisse, an denen Jehu nach biblischer Darstellung beteiligt war.

Tel-Dan-Inschrift [Bearbeiten]

Als Tel-Dan-Inschrift bezeichnet man das Fragment einer Stele aus dem 9. Jahrhundert v. Chr., welches den Sieg eines aramäischen Königs über seine Feinde beschreibt. Höchstwahrscheinlich handelt sich bei diesem Herrscher um Hasael. Im Gegensatz zum biblischen Bericht wird jedoch erklärt, dass Hasael selbst König Joram aus dem Haus Omri und König Ahasja aus dem Haus David nebst 70 Anführern getötet habe. Die Namen der Könige sind jedoch nur bruchstückhaft erhalten, Jehu selbst wird nicht genannt. Es lässt sich allenfalls vermuten, dass in den folgenden Zeilen von ihm die Rede gewesen ist. Der Bericht über die Tötung der 70 Heerführer und Ausrottung einer königlichen Dynastie erscheint in anderem Zusammenhang in einem Königsbericht aus Zakkur.[1]

Annalen Salmanassars III. [Bearbeiten]

Nach seinem Feldzugsbericht zu seinem 18. Regierungsjahr griff Salmanassar III. Hasael von Aram-Damaskus 841 v. Chr. an, fügte ihm großen Schaden zu, konnte ihn aber nicht besiegen. Er zog dann weiter in Richtung Süden nach Hauran, wo er ebenfalls große Verwüstungen anrichtete. Anschließend wandte er sich nach Westen und durchquerte offensichtlich Israel, um zum Gebirge Ba'lira'si (= Karmel) zu gelangen, wo er „Tribut von den Tyrern, den Sidoniern und von Jehu, dem Sohne Omris“ empfing.[2]

Schwarzer Obelisk Salmanassars III. [Bearbeiten]

Der Schwarze Obelisk des assyrischen Herrschers Salmanassar III. zeigt auf einem seiner 20 Reliefs die Tributzahlung eines israelitischen Königs. Der zugehörigen Inschrift zufolge handelt es sich dabei um Jehu. Er wird allerdings als Abkömmling der Omridendynastie beschrieben („Jehu, Sohn des Omri“), die er nach biblischem Bericht zerstörte.[3]

Historische Rekonstruktion [Bearbeiten]

Jehu musste in Folge seiner Machtübernahme den Assyrern schweren Tribut leisten. Astour und Ahlström haben aus der Zeitgleichheit des Feldzuges Salmanassars III. mit dem Sturz der Omriden geschlossen, dass die Jehu-Revolution als direkte Konsequenz des assyrischen Expansion anzusehen ist. Nach 838 v. Chr. ließ der assyrische Druck auf Syrien-Palästina nach und Hasael von Aram-Damaskus konnte sich für den Bündnisbruch rächen, indem er Israel angriff, einen Großteil der Streitmacht vernichtete und weite Teile Transjordaniens besetzte.

Siehe auch [Bearbeiten]
  • 1. Buch der Könige
  • 2. Buch der Könige
  • Salmanassar III.
Literatur [Bearbeiten]
  • Gösta Ahlström: History of Ancient Palestine. Sheffield 1993.
  • Michael Astour,: 842 B.C.: The first Assyrian invasion of Israel. In: Journal of the American Oriental Society, 91 1971, S. 383–389.
  • Georg Hentschel: 2 Könige. Echter, Würzburg 1985. ISBN 3-429-00909-X
  • Susanne Otto: Jehu, Elia und Elisa. Die Erzählung von der Jehu-Revolution und die Komposition der Elia-Elisa-Erzählungen (Beiträge zur Wissenschaft vom Alten und Neuen Testament 152). Stuttgart u.a. 2001, ISBN 978-3-17-016764-3
  • Ernst Würthwein: Die Bücher der Könige. 1. Kön. 17 – 2. Kön. 25 (ATD 11,2). Göttingen 1984.
  • Michael Tilly: Jehu. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL).
Einzelnachweise [Bearbeiten]
  1. ↑ Texte aus der Umwelt des Alten Testaments, Ergänzungsband 1, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2003, S. 133.
  2. ↑ Inschrift in: TUAT Band 1, S. 365f.
  3. ↑ Inschrift in: TUAT Band 1, S. 362f.

2011년 10월 20일 목요일

Aram-Damaskus


Aram-Damaskus war ein aramäisches Königreich mit der Hauptstadt Damaskus und existierte vermutlich vom 13. Jh. v. Chr. bis 733 v. Chr.. In der Bibel wird der Name Aram auch für andere aramäische Königreiche verwendet.

Inhaltsverzeichnis
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  • 1 Geschichte
  • 2 Biblische Überlieferung
  • 3 Könige von Aram-Damaskus
  • 4 Quellenangaben
  • 5 Literatur

Geschichte [Bearbeiten]

Die Gründung des Königreichs Aram ist unbekannt. In Verbindung mit dem Einzug der Hyksos wird von ägyptischer Seite der König der Hyksos als elender Aremu aus Retenu beschrieben.[1] Ob es sich bei den Aremu um die Aramu/Aramäer handelte, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden. Im weiteren Verlauf bis zum 13. Jahrhundert v. Chr. schloss sich eine Reihe aramäischer Kleinkönigreiche auf dem Gebiet des späteren Syrien und am mittleren Euphrat zusammen, wovon Aram-Damaskus die südlichste Region markierte. Zuvor war Damaskus Zentrum eines kleineren Stadtstaates, der von Thutmosis III. (1479-1425) eingenommen wurde. Echnaton erwähnt Aram-Damaskus in zwei Amarna-Briefen (139, 63; 142, 21).
In einer anti-assyrischen Koalition fand 853 v. Chr. in der Nähe von Hama die Schlacht bei Qarqar am Orontes statt. Als Verbündeter der assyrischen Koalition wird A-cha-ab-bu/Achabu aus KurSir'i-la-a-a/Sirila erwähnt, welcher meistens mit Ahab von Israel identifiziert wird, obwohl eine Gleichsetzung nicht zwingend ist. Gewöhnlich wurde Israel in assyrischen Inschriften als Haus des Omri bezeichnet. Die Abweichung der Namensnennung ist deshalb Inhalt kontroverser Diskussionen.[2] Salmanassar III. errang zwar einen Sieg, konnte aber dadurch die Lage nicht dauerhaft beruhigen. In den Folgejahren bis 835 v. Chr. unternahm Salmanassar III. immer wieder Feldzüge, um Aufstände niederzuschlagen.
Ben-Hadad II. starb um 841 v. Chr.; ihm folgte Hasa'el als Begründer einer neuen Dynastie.
Nach Zeugnis der Bibel erfolgte ein Hilferuf vom Königreich Juda an Tiglat-Pileser III. durch Panammu II. von Jadi, der anschließend als König eingesetzt wurde. Hintergrund war die kriegerische Thronübernahme durch Azeri-yahu/Asar-ja, einem Rebellen aus einem Nachbarland. Die Namensähnlichkeit des Ortes Jadi und Asar-ja gaben Anlass zu Diskussionen um eine Gleichsetzung mit Asarja, dessen Regierungsende auf das gleiche Jahr datiert wird. Entsprechend wird Asar-ja auch in den Schriften vom Tiglat-Pilesar III. erwähnt, die den Bericht des Panammu II. bestätigen.[3]:
Da brachte Panammu II. Geschenke zu Tiglat-Pileser III., der daraufhin zum König ernannt wurde. Tiglat-Pileser III. tötete den Stein des Vernichters Asar-ija vom Hause des Panammu. Er gab Tiglat-Pileser III. weitere Geschenke vom Schatz der Götter in Jadi. Da ging es Jadi gut. Feldzüge des Tiglat-Pileser III. wurden von Jadi unterstützt. So erhielt Panammu II. das Führungsamt über die Nachbarländer.
(Bar-Rakib, Sohn des Panammu II. 732 v. Chr.)

Biblische Überlieferung [Bearbeiten]

Damaskus wurde von König David von Israel erobert (2 Sam 8,8 EU) und blieb bis etwa ?? unter israelitischer Herrschaft. Dann schüttelteReson, der Sohn des Eljada, ein Flüchtling aus dem aramäischen Königreich Zoba bei Hama, die Oberherrschaft Salomos ab und begründete eine neue Dynastie (1 Kön 11,23 EU), die ein Dorn in der Flanke Israels darstellte. Ben-Hadad II. wurde von Ahab von Israel besiegt. Hasa'el und sein Sohn Ben-Hadad III. errangen zahlreiche Siege über Israel (vgl. 2 Kön 13 EU unter Joahas), mussten aber dem assyrischen Druck nachgeben.
Damaskus soll zeitweilig unter israelitische Vorherrschaft geraten sein, Jerobeam II, König von Israel, nahm Hama und Damaskus ein (2 Kön14,28 EU), dieser Erfolg war aber nicht von langer Dauer.
König Rezin verbündete sich mit König Pekach von Israel, gemeinsam belagerten sie Jerusalem, das unter der Herrschaft von Ahas stand (2 Kön 16 EU), allerdings erfolglos. Rezin konnte aber Eilat einnehmen und siedelte dort Edomiter an. Darauf richtete Ahas von Juda einen Hilferuf an Tiglat-pileser III. von Assyrien, den er mit reichlichen Schätzen begleitete (2 Kön 16,8 EU).
Damaskus wurde von Tiglat-pileser III. eingenommen, Rezin getötet und das Reich in drei assyrische Provinzen aufgeteilt (Damaskus, Karnini (Karnajim) und Haurini (Hauran). Nach Amos 9, 7 wurde die Bevölkerung nach Kir deportiert, dem mythischen Ursprungsland der Aramäer. Nach H. Gese kann diese Angabe aber auch auf eine deuteronomistische Überarbeitung zurückgehen.

Könige von Aram-Damaskus [Bearbeiten]
  • (Reson in der Bibel erwähnt)
  • (Hesjon in der Bibel erwähnt)
  • (Tabrimmon in der Bibel erwähnt)
  • Bar-Adad I., Bar Hadad (um 890-860 v. Chr.)?
  • Adad-Idri (biblisch Hadad-Ezer) (um 860-855 v. Chr.)
  • Bar-Adad II., IM-idri, Bar Adad (um 855-842 v. Chr.)
  • Hasael (um 842-805 v. Chr.)
  • Bar-Adad III., Bar Hadad (um 805-773 v. Chr.)
  • Hadianu (um 773-735 v. Chr.)
  • Rachianu/Rezin (735-733 v. Chr.)
Quellenangaben [Bearbeiten]
  1. ↑ In ägyptischer Schreibweise A3mw. Bis zum Ende der zweiten Zwischenzeit wurde das 3 noch für die Schreibung des r verwendet, vgl. dazu Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen.
  2. ↑ Otto Kaiser: Texte aus der Umwelt des Alten Testaments (TUAT). Bd 1. Alte Folge, S.360f.
  3. ↑ TUAT 1. Alte Folge, S.630ff.
Literatur [Bearbeiten]
  • Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Albatros, Düsseldorf 2002. ISBN 3-491-96053-3
  • M. Elat: The campaigns of Shalmaneser III. against Aram and Israel. in: Israel Exploration Journal. Jerusalem 25.1975. ISSN 0021-2059
  • Volkmar Fritz: Die Fremdvölkersprüche des Amos. in : Vetus Testamentum. Leiden 37.1987,1, 26-38. ISSN 0042-4935
  • Brad E. Kelle: What's in a Name? Neo-Assyrian designations for the Northern Kingdom and their implications for Israelite history and Biblical interpretation. in: Journal of Biblical Literature. Atlanta 121.2002,4, 639-666. ISSN 0021-9231
  • A. Jepsen: Israel and Damaskus. in: Archiv für Orientforschung (AfO). Graz 14.1941/45, 153-172. ISSN             0066-6440      
  • J. Kuan: Samsi-ilu and the Realpolitik of Israel and Aram-Damascus in the Eighth Century BCE. in: James Maxwell Miller: The Land That I Will Show You. Sheffield Academic Press, Sheffield 2001, 135-151. ISBN 1841272574
  • E. Lipiriski: Aram et Israel du Xe au VIIIe siècle av. J. C. in: Acta Antiqua. Szeged 2.1979.
  • K. Na'aman: Two notes on the monolith inscription of Shalmaneser III. from Kurkh. in: ??? (TA). 3.1976, 99-101.
  • Wayne T. Pitard: Ancient Damascus. A historical study of the Syrian City-State from earliest times until the fall to the Assyrians in 732 B.C.E. Winona Lake, Eisenbrauns 1987, 114-125. ISBN 0-931464-29-3
  • Merrill F. Unger: Israel and the Aramaeans of Damascus, a study in archeological illumination of Bible history. James Clarke, London 1957, 1980. ISBN 0801092043
  • S. Yamada: The construction of the Assyrian Empire, A historical study of the inscriptions of Shalmanessar III relating to his campaigns in the West. Culture and history of the Ancient Near East. Bd 3. Brill, Leiden 2000. ISBN 9004117725

Die Liste auf Könige des Aram-Damascus, Bar-Adad I, Bar-Adad II



Die Liste auf Könige des Aram-Damascus, Bar-Adad I, Bar-


Adad II

  • Bar-Adad I., Bar Hadad (um 890-860 v. Chr.)?
  • Adad-Idri (biblisch Hadad-Ezer) (um 860-855 v. Chr.)
  • Bar-Adad II., IM-idri, Bar Adad (um 855-842 v. Chr.)
  • Hasael (um 842-805 v. Chr.)
  • Bar-Adad III., Bar Hadad (um 805-773 v. Chr.)
  • Hadianu (um 773-735 v. Chr.)
  • Rachianu/Rezin (735-733 v. Chr.)

Ben-Hadad I. (althebräisch בנהדד Ben-Hadad, altaramäisch ܒܪ ܚܕܕ ברהדד Bar-Hadad) „Sohn des Hadad“, Sohn des Tabrimmon, war etwa 890–870 v. Chr. König von Aram (Damaskus). Nach der Bibel führte er einen Feldzug gegen das Königreich Israel, nachdem er von Asa vonJuda bestochen worden war.
Möglicherweise stellte er eine bei Aleppo gefundene Stele für den Gott Melkart auf, die jedoch aufgrund schwerer Beschädigungen kaum lesbar ist.

Adad-Idri (biblisch Hadad-Ezer)

Bar-Adad II., IM-idri, Bar Adad, biblisch Ben-Hadad II. war ein um die Mitte des 9. Jahrhunderts v. Chr. regierender aramäischer König, der in Damaskus residierte. Es ist aber in der Bibelwissenschaft umstritten, ob er eine eigenständige Person ist oder identisch mit Ben-Hadad I. oder Ben-Hadad III.

Inhaltsverzeichnis
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  • 1 Bibel-Berichte
  • 2 Beurteilung in der Forschung
  • 3 Literatur
  • 4 Anmerkungen

Bibel-Berichte [Bearbeiten]

Die auf Ben-Hadad II. bezogenen Erwähnungen im Alten Testament setzen mit seiner Präsentation als Feind des Königs Ahab von Israel ein, ohne jedoch den Namen seines Vaters zu erwähnen. Ben-Hadad belagerte demnach Samaria mit einer großen Streitmacht anfangs sehr erfolgreich, musste aber später dennoch eine Niederlage einstecken. Ein Jahr später wurde er vom jüdischen Heer trotz dessen großer zahlenmäßiger Unterlegenheit bei Aphek erneut und entscheidend besiegt, erreichte aber seinen freien Abzug gegen das Versprechen der Rückgabe eroberten israelischen Gebiets und weitere Zugeständnisse.[1] Danach lebten die Bewohner Israels und Arams drei Jahre lang in Frieden miteinander. Laut assyrischen Angaben beteiligte sich damals nicht nur Ahab, sondern auch der – allerdings nicht Ben-Hadad, sondern Adad-idri (hebräisch Hadad-Ezer) genannte – aramäische König mit 1200 Streitwagen und 20 000 Infanteristen an der gegen die Offensive Salmanassars III. gerichteten Fürstenkoalition, die 853 v. Chr. die Schlacht von Karkar gegen den Assyrerkönig austrug. Später wollte Ahab die zu Arams Herrschaftsbereich gehörige Stadt Ramoth-Gilead erobern, wurde im Verlauf des Kampfes aber von einem Pfeil tödlich getroffen (etwa 852 v. Chr.).[2]
Die Bibel erwähnt weitere Auseinandersetzungen der Israeliten mit umherstreifenden aramäischen Heeren, als Ahabs Sohn Joram auf dem Thron saß.[3] In der Folge belagerte Ben-Hadad Samaria erneut, und in der Stadt herrschte bald eine große Hungersnot. Doch durch göttlichen Einfluss soll das aramäische Heer nachts Getöse wie von einer auf Samaria vorrückenden Streitmacht vernommen und daraus geschlossen haben, dass nun eine vom König von Israel angeworbene Entsatzarmee im Anmarsch sei; deshalb habe Ben-Hadad mit seinen Truppen die Flucht ergriffen.[4] Hasaël beseitigte schließlich um 842 v. Chr. den erkrankten Ben-Hadad und wurde neuer König von Aram.[5]

Beurteilung in der Forschung [Bearbeiten]

Ein Teil der Bibelforscher betrachtet den im 1. Buch der Könige 20 und 22 sowie im 2. Buch der Könige 5-8 erwähnten Ben-Hadad – dessen sich daraus ergebende Biographie im vorigen Kapitel kurz ausgeführt wurde – für eine eigenständige (daher als Ben-Hadad II. bezeichnete) Person. In diesem Fall war er ein Nachfolger Ben-Hadads I. William Foxwell Albright hielt ihn dagegen für identisch mit Ben-Hadad I., der mehr als 40 Jahre regiert habe. Eine dritte Gruppe von Wissenschaftlern wie Wayne T. Pitard nimmt schließlich an, dass die im 1. Buch der Könige 20 und 22 sowie im 2. Buch der Könige 5-7 gegebenen Kriegsberichte eher in das frühe 8. Jahrhundert v. Chr. und die Regierungszeit des israelischen Königs Joasch passen und später rückdatiert wurden. Dann wäre der in diesen Passagen genannte Ben-Hadad mit Ben-Hadad III. identisch. Nur der biblische Bericht über seine Ermordung durch Hasaël könne sich nicht auf Ben-Hadad III. beziehen, sondern wahrscheinlich eher auf den von den assyrischen Quellen als Zeitgenossen Ahabs beschriebenen Adad-idri; der Name Ben-Hadad sei erst nachträglich falsch eingesetzt worden.[6]

Literatur [Bearbeiten]
  • Wayne T. Pitard: Ben-Hadad 3). In: Anchor Bible Dictionary. Band 1, 1992, S. 664f.
Anmerkungen [Bearbeiten]
  1. ↑ 1. Buch der Könige 20, 1-34.
  2. ↑ 1. Buch der Könige 22, 2-36.
  3. ↑ 2. Buch der Könige 5, 2 und 6, 8-23.
  4. ↑ 2. Buch der Könige 6, 24 – 7, 7.
  5. ↑ 2. Buch der Könige 8, 7-15.
  6. ↑ Wayne T. Pitard: Ben-Hadad 3). In: Anchor Bible Dictionary. Band 1, 1992, S. 664f.

Rezin/ Rachianu/Raqianu


Rezin († 732 v. Chr.; aramäisch Ra'yan, phönizisch RZIN/RSYN, assyrisch Rachianu/Raqianu)[1] war der letzte aramäische König vonDamaskus. Sein Name bedeutet: „(Gott) gefällig“.

Inhaltsverzeichnis
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  • 1 Biblische Darstellung
  • 2 Assyrische Quellen
  • 3 Geschichte
  • 4 Anmerkungen und Einzelnachweise
  • 5 Literatur

Biblische Darstellung [Bearbeiten]

Zusammen mit Pekach von Nordreich Israel wollte Rezin Juda zu einem Bündnis gegen die Assyrer zwingen. Nachdem Rezin Eilat erobert hatte, suchte Ahas, entgegen der Warnung des Propheten Jesaja, Hilfe bei Tiglat-Pileser III. Im Verlauf dieses Syrisch-Ephraimitischen Krieges gelang es Tiglat-Pileser nicht nur, 732 v. Chr. Damaskus zu erobern und Rezin zu töten, sondern auch Teile des Reiches Israels einzunehmen, von wo er zahlreiche Bewohner deportieren ließ (vgl. 2 Kön 15,37; 16,5-9; Jes 7,1-9).

Assyrische Quellen [Bearbeiten]

In den Inschriften von Tiglat-Pileser III. werden die Vasallen-Länder erwähnt:[2]
„Ich empfing Tribut und Geschenke von Kuštašpi aus der Stadt Kummuh/URUKummub, Raqianu/Ra'yan von Ša-Imerišu,[3]Menahem von KURSamerinua/URUSamerinua,[4] Tubaal von Tyros“
– Tiglat-Pileser III.

Geschichte [Bearbeiten]

Bis 734 konnte Rezin zahlreiche Verbündete um sich scharen und war im gesamten südlichen Syrien der bei weitem einflussreichste Herrscher. Auch das nördliche Transjordanien bis nach Ramoth-Gilead unterstand seiner Kontrolle. Als Tiglat-Pileser III. 737–735 Krieg imZagros führte, wurde Pekachja, der Sohn von Menahem von Samaria, durch einen gewissen Pekach ermordet, der sich zum Herrscher von Samaria aufschwang. Er kam eventuell aus Gilead, von dort erfuhr er jedenfalls Unterstützung. Vermutlich war er ein Verbündeter oder Vasall Rezins. Jedenfalls schloss sich nun auch Samaria der anti-assyrischen Koalition Rezins an.
Der Feldzug Tiglat-Pilesers 733/732 richtete sich direkt gegen Damaskus, das eine Koalition westsyrischer Staaten anführte, darunter dasNordreich Israel mit der Hauptstadt Samaria. Damaskus wurde 733 belagert, sein Umland verwüstet. Die Stadt selbst fiel 732, die Einwohner wurden deportiert und Rezin getötet. Bit Haza'ili wurde eine assyrische Provinz.

Anmerkungen und Einzelnachweise [Bearbeiten]
  1. ↑ Herbert Donner (siehe Literatur), S. 335
  2. ↑ Layard 45b und Iran-Stele, ca. 739 v. Chr., Zeilen 3-6, 20-23 und Annalen für das 8. Regierungsjahr Palû 738/737 v. Chr.
  3. ↑ Wörtlich übersetzt: Eseltreiberland als Bezeichnung für Aram
  4. ↑ Samaria
Literatur [Bearbeiten]
  • N. Na'aman: Rezin of Damascus and the Land of Gilead. ZDPV 111, 1995, 105-117.
  • Herbert Donner: Geschichte des Volkes Israel und seiner Nachbarn. Bd. 2, Vandenhoeck&Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-5255-1680-0
  • H. Tadmor: The Inscriptions of Tiglath-Pileser III, King of Assyria. Israel Academy of Sciences and Humanities, Jerusalem 1994